Über mich

Hinter Gajanana Yoga steht eine Yoga-Begeisterte, die ihr Hobby zunächst professionell gelernt und dann zum Beruf gemacht hat. 

Jana Petong

Gründerin

 

Im ersten Leben habe ich Industriekauffrau gelernt, war in dem Beruf leider nie tätig.

Im 2. Leben bin ich als Handelsfachwirtin und Ausbilderin für Einzelhandelskaufleute aktiv gewesen. Meine beruflichen Stationen im Textileinzelhandel habe ich geliebt, war mit Leib und Seele beratende Verkäuferin auf der Fläche, mag auch den administrativen Teil. 

Bis ich meinen Körper ganz fürchterlich an die Wand gefahren habe: als chronische Schmerzpatientin mit Medikamenten-Dauerabo und einer denkbar blöden Prognose. „Mach bitte etwas anderes, wenn du noch was vom Leben haben möchtest und nicht ständig Schmerzen haben willst.“ Das war sinngemäß die Aussage der Psychologin während meiner Reha in 2018. Dann steht man da und kann/darf den Job, über den man sich identifiziert, den man wirklich gern macht, die Kollegen mag, nicht mehr tun. Es reißt einem den Teppich unter den Füssen weg. Besser werden Schmerzen davon nicht.

 

Was mir in dieser Zeit half, war Yoga. Praktiziert habe ich das schon länger für mich – als Fitnessprogramm. Was rückblickend der falsche Ansatz ist Yoga zu üben, die Erkenntnis kam spät, aber sie kam. Ich wollte wissen, wie es „richtig“ geht, nur für mich und mein eigenes Wohlbefinden und meldete mich zu einer Yogalehrerausbildung an. Mein 3. Leben begann.

 

Inzwischen bin ich um viele Erfahrungen reicher, vertrete einen ayurvedischen Ansatz im Yoga und mag besonders die ruhigen und dennoch kraftvollen Elemente der Asanas, den Körperstellungen. Die Kopfruhe ist das Ziel. Den Körper bewegen ist eines. Einen mindestens ebenso wichtigen Anteil haben Pranayama, die Atemtechniken und die Meditation bzw. Entspannungsphasen. Da greifen unterschiedliche Rädchen ineinander, die ich gern in den Kursen zum besseren Verständnis des Warum erläutere. Zitat einer Teilnehmerin: „In deinen Kursen bin ich immer völlig ruhig und entspannt. Oft fällt mir der Buchtitel „die Entdeckung der Langsamkeit“ ein. Und nach der Stunde denke ich: boah, das zieht hier und da aber doch ganz schön. Es müssen nicht immer literweise Schweiß fließen. Es ist schön, einen Ausgleich zu haben.“

 

Heute bin ich zertifizierte Yogalehrerin (500+), unterrichte Hathayogakurse und biete für Kleingruppen Yogatherapie* an. Einen Trainerdchein für Rücken- und Osteoporosesport (Lizenz B) habe ich ebenso. 

Auch bin ich in den Bereichen Wellness, Massagen & Prävention unterwegs und biete unterschiedlich geführte Meditationen und Entspannungen an.


Yoga is an internal practice. The rest is circus. (Sri K. Pattabhi Jois)

 

Was mich antreibt?

 

Als Ex-Dicke und auch jetzt nicht mit dem perfect body gesegnete Frau kenne ich die Blicke in den Fitnessstudios, wenn man da mit 130kg auf angekratzte 1,60m ankommt. Die Latte geht von Belustigung über Mitleid, Ekel bis Beleidigungen. Oft unterschwellig. Manchmal ganz offen. Was mir selten begegnete, war Respekt, Akzeptanz oder wenigstens Neutralität der Mitsportler. Als nicht der Norm entsprechender Mensch kann man sich bewegen, soll man sich bewegen. Wo steht, dass wir Menschen 2. Klasse sind? Nicht jeder kann und will sich dem Spießrutenlauf aussetzen. Darum ist mein innerer Antrieb, Kurse anzubieten, einen geschützten Raum zu schaffen, frei von Wertung. Über den Spaß an der Bewegung steigt das gute Gefühl, körperlich und seelisch. Steifheiten oder Schmerzen werden weniger, erträglicher oder gehen ganz. Das Stresslevel sinkt. Es triggert einen nicht mehr so vieles.

 

Auch im Bereich des Yoga begegneten mir immer wieder Lehrende, die mit „mehr Mensch“ einfach überfordert waren -die nicht damit umgehen konnten, dass Asana XY nicht ausschaut wie im Lehrbuch, dass dieses oder jenes nicht so elfengleich aussah oder sogar schmerzhaft war (was nicht sein darf). Es sind nur kleine Anpassungen der Übungen, die körperliche Wirkung verändert sich nicht oder kaum und alles ist schick. Letztendlich zählt, dass es sich gut anfühlen muss. Yoga ist kein Sport, kein Wettkampf: wer kann höher, schneller, tiefer. Wir konzentrieren uns auf den eigenen Körper, vergleichen uns nicht mit den anderen. Das ist ganz wichtig. Es geht nicht um Ehrgeiz. Gelassenheit, Achtsamkeit und Akzeptanz– das sind die Schlagworte.


*Yogatherapie: eine therapeutische Form des Yoga, bei der der Schwerpunkt auf zb Schmerzreduktion, Verbesserung des Allgemeinzustandes /der Beweglichkeit oder der Psyche im Umgang mit sich selbst geht. 


Rechtlicher Hinweis: Ich habe mich lange mit Yogatherapie beschäftigt. Weiß um die körperlichen und psychischen Wirkungen und deren Nutzen. Einen Heilberuf habe ich nicht erlernt, darf diagnostisch nicht tätig sein. 

Sprechen Sie bitte vorher mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin, ob Yoga/Yogatherapie für Sie in Frage kommen kann.